Was ist Psychotherapie?










Unter Psychotherapie versteht man die Behandlung von seelischen und körperlichen Störungen und Leidenszuständen mit Mitteln, welche zunächst und unmittelbar auf das Seelische des Menschen einwirken. Ein solches Mittel ist z.B. das Gespräch.
Ziel der psychotherapeutischen Behandlung ist es, die Entwicklung der Gesundheit zu fördern, bestehende psychische und körperliche Krankheiten auch in Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen zu heilen oder zu lindern.
Psychotherapie bietet einen geschützten und vertraulichen Rahmen für Ihre Probleme. Die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut unterliegt der Schweigepflicht.
Psychotherapie wirkt nicht wie ein Medikament, sondern setzt einen längerfristigen Veränderungsprozeß in Gang.
Wer ist zur Ausübung der Psychotherapie berechtigt ?





Die Ausübung der Psychotherapie ist durch das Psychotherapiegesetz seit 1990 als eigenständiger Heilberuf geregelt. Psychotherapeutin/Psychotherapeut ist in Österreich eine geschützte Berufsbezeichnung. Die Ausbildung unterliegt strengen Kriterien.
Behandlungsmethoden




Es gibt achtzehn verschiedene vom zuständigen Ministerium für Gesundheit anerkannte psychotherapeutische Behandlungsmethoden.
Das Wichtigste allerdings ist, dass Sie sich mit der Person des/r Psychotherapeuten/in wohlfühlen, denn Grundlage jeder psychotherapeutischen Behandlung ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Psychotherapeutin/ Ihrem Psychotherapeuten.
Für wen ist Psychotherapie geeignet?




Für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Paare, Familien - für jeden der Leidensdruck verspürt und etwas verändern möchte.
Wann ist Psychotherapie angezeigt?



Wenn Ängste, Niedergeschlagenheit, Gefühle der Sinnlosigkeit und Leere, Gedanken, die oft wiederkehren, Sie so beeinträchtigen, dass Ihr Alltagsleben und Ihre Lebensqualität erheblich gestört wird


Wenn Sie Schmerzen oder andere körperliche Beschwerden haben, organisch lässt sich aber keine Ursache dafür feststellen: z.B.: Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc.


Wenn der Konsum von Alkohol, Medikamenten, Nikotin nicht mehr von Ihnen gesteuert werden kann.

Bei Drogenkonsum

Bei einem Essverhalten, das körperliche Schädigung mit sich bringt


Wenn Sie mit Ihrer Sexualität nicht zurechtkommen oder Störungen des Sexuallebens auftreten


Bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern, die Ihnen Sorgen machen


Nach Gewalt- und Missbrauchserfahrungen oder anderen traumatischen Erlebnissen


Zur Bewältigung lebensbedrohlicher Erkrankungen


Bei chronischen Erkrankungen oder nach schwerwiegenden Operationen, die sich auf Ihre Lebensqualität einschränkend auswirken und Sie psychisch belasten