Lexikon - Verzeichnis psychologischer Fachausdrücke




Abhängigkeit, Sucht:
Übermäßiges Verlangen nach einer Substanz (z.B. nach Alkohol), dessen Zufuhr in irgendeiner Form Wohlbehagen, dessen Entziehung unangenehme Entzugserscheinungen verursacht


Affekt: Besonders starkes Gefühl mit körperlich bewussten Erscheinungen


Affektive Störungen: Psychische Störungen mit entweder übermäßiger Niedergeschlagenheit (->Depression) oder Euphorie
(->Manie) oder mit beiden abwechselnd


Angststörung: Krankhaftes Auftreten von vernunftmäßig nicht begründeten Ängsten, einhergehend mit physiologischer Erregung, Gefühlen der Spannung und der Besorgnis


Anorexia
nervosa:
Auch als Magersucht bekannt; Essstörung, mit massivem, durch Hungern herbeigeführtem Gewichtsverlust und dem übermäßigen Zwang, immer dünner zu werden


Autogenes Training: ein Entspannungsverfahren


Bulimia nervosa: „Ochsenhunger"; Essstörung mit wiederkehrenden Ess-/Brechanfällen


Burnout-Syndrom: Starke emotionale Erschöpfung als Reaktion auf massive emotionale Belastung


Depression: Affektive Störung mit Veränderung des Denkens, der Emotion und Motivation; Gedrücktheit, Niedergeschlagenheit, Pessimismus


Gesundheitspsychologie: Teilgebiet der Psychologie, das sich mit den psychologischen Einflüssen auf Gesundheit und Erkrankung, mit den Ursachen von Erkrankungen und den Reaktionen auf das Kranksein befasst


Gruppentherapie: Methode der Psychotherapie, bei der mehrere Personen gleichzeitig behandelt werden


Klinische Psychologie: Teilgebiet der Psychologie, das sich mit der Entwicklung, Erforschung und Anwendung psychologischer Behandlungsmethoden beschäftigt


Neurose: Allgemeiner Begriff für eine Reihe von psychischen Störungen, die durch ineffektive Versuche der Angstbewältigung (z.B. Zwänge) gekennzeichnet sind


Phobie: Übersteigerte Angst vor z.B. bestimmten Tieren, Situationen, Gegenständen


Psychoanalyse: Von S. Freud, dessen Schüler und Nachfolgern geschaffene theoretische System, psychische Prozesse, insbesondere psychopathologische Erscheinungen, zu klären; auch die auf diesem System beruhende Therapieform wird als Psychoanalyse bezeichnet.


Psychohygiene: Erhaltung der psychischen Gesundheit


Psychologie: Der Begriff Psychologie leitet sich aus dem Griechischen ab (psyche=Seele)und bedeutet die Lehre von den seelisch-geistigen (psychischen) Erscheinungen; folgende Definition ist üblich:
Die Psychologie ist die Lehre vom Erleben und Verhalten des Menschen.


Psychopathologie: Lehre von den abnormen psychischen Vorgängen


Psychose: Allgemeiner Begriff für eine Reihe schwerer psychischer Störungen, bei welchen gravierende Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, der Emotionalität und des Denkens auftreten


Psychosomatik: Lehre von den Krankheiten, bei denen nachweisbare körperliche Veränderungen durch psychische Einflüsse entstehen


Psychosomatische Erkrankungen: Körperliche Erkrankungen, bei deren Entstehung (und Aufrechterhaltung) psychische Prozesse eine zentrale Rolle spielen


Psychotherapie:
Behandlung von psychisch bedingten Leidenszuständen und Verhaltensabweichungen mit psychologisch-wissenschaftlichen Methoden (ohne medizinisch-medikamentöse Eingriffe)


Reaktiv:
Als Reaktion auf einen Reiz folgend


Stress:
Muster spezifischer oder unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reize, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeiten zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten


Symbol: Sinnbild


Tiefenpsychologie: Psychologische Richtungen, die ein seelisch Unbewusstes annehmen und sich um dessen Erforschung bemühen


Zwangsneurose (Zwangsstörung): Neurotische Störung mit wiederkehrenden Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen, die an Stelle des ins Unbewusste verdrängten Inhalts treten, oft in Verbindung mit depressiven Symptomen